Mittwoch, 8. September 2010

kamelität in allen lebenslagen

manchmal wär ich gerne mehr wie ein kamel.
das rechte mittelmaß in allen dingen zu finden kann sehr zeitraubend und energieaufwendig sein. es wäre doch fantastisch, wenn man ganz nach dem vorbild des kamelianischen wasserspeicherns auch mit anderen lebensbereichen verfahren könnte.
ich gebe zu, was essen und schlafen betrifft funktioniert das bei mir auch ansatzweise. gesundheitsratgeber raten zwar davon ab, aber deren ratschläge verkomplizieren das leben ohnehin nur zusätzlich. fünf mal am tag obst und gemüse? wo soll ich das herkriegen?

jedenfalls wäre es schön, wenn man mit gute gefühlen wie ein kamel verfahren könnte. manchmnal, wenn man glaubt man zerspringt gleich vor glück, könnte man sich von diesem übermaß etwas speichern und aufbewahren für mittelmäßige und schlechte tage.

und umgekehrt, wenn man grade so richtig mies gelaunt ist, obwohl man im urlaub ist oder einen bekannten nach ewigkeiten wiedermal trifft, dann könnte man die miese laune in seinen metaphorischen höcker packen und aufheben für andere gelegenheiten wie unfreundliche nachbarn, an denen man seinen unmut dann auslassen kann.

praktisch wären diese kamel-skills auch im zusammenhang mit partys und alkohol. am nächsten tag schluckt man den restalkohol runter in den höcker (oder wie bringen die kamele das wasser dorthin?), und hebt ihn auf für eine fortgehrunde, wenn man mal kein geld dabei hat oder an der bar zu viel los ist.

um ehrlich zu sein wärs auch ganz praktisch, wenn man auf vorrat duschen könnte. dann dusch ich an einem sonntag mal eben 2 stunden lang und bleib dafür länger sauber. dasselbe gilt fürs staubsaugen in der wohnung!
man könnte sich vom sommerlichen schwitzen was für den winter aufheben und das winterliche frieren im sommer als erfrischung genießen.

spontaner vorsatz:
ich werde aktiv versuchen, mehr kamelismus in meinen alltag zu integrieren und alle menschen in meinem umfeld von den vorteilen dieses lebensstils überzeugen.

Sonntag, 5. September 2010

stricken und schweißen

vor 2 tagen habe ich etwas neues gelernt:
flexen und elektroden-schweißen!
naja, gelernt ist vielleicht etwas zu viel gesagt, aber ich habs zum ersten mal gemacht. und ich liebe es! ich bin total fasziniert davon, wie die hellen funken rumsprühen und das metall einfach so dahinschmilzt wie butter unterm heißen messer. am liebsten würde ich mir eine werkstatt einrichten, dann zum baumarkt fahren und mir 100m lange metall-stangen kaufen. die würde ich dann den lieben langen tag auseinander flexen und wieder zusammenschweißen. allein wie das schon klingt - flexen und schweißen!
sowas lernt man zum beispiel an einer htl für maschinenbau. an einer schule! wenn ich in der schule eine schweißermaske tragen und metall zerstückeln hätte dürfen, wäre ich sicher lieber dorthin gegangen.
ich habe dafür, was praktische skills angeht, stricken, häkeln und nähen gelernt. gender mainstreaming juchee.
versteht mich nicht falsch, ich stricke und häkle gerne. damit kann man auch ganz nette sachen machen, wie katzenohren oder augenklappen, eine menge nützlicher dinge eigentlich...



aber so lange die nadeln keine funken sprühen, kann stricken für mich mit dem schweißen einfach nicht mehr mithalten.

Donnerstag, 2. September 2010

ein hurra auf den herbst

schön.
jetzt zieht er also endlich ab, der sommer, und nimmt seine gelsen, seinen schweißgeruch und seinen ich-muss-das-schöne-wetter-ausnutzen-stress gleich mit.
endlich kann man sich wieder vernünftig anziehen, sich daheim ein-igeln und auch mal was richtig schweres essen.
und außerdem gehen mit einbruch des herbsts auch alle sommerpausen endlich vorbei. das leben erhebt sich aus seinem strandliegestuhl und trägt wieder lange hosen. herrlich.
das wird sich auch auf mein blogverhalten auswirken. ehrlich. glaubt mir, ihr treuen 3-5 leser meines blogs.