zwecks vorbereitung auf den leider noch ziemlich weit entfernten kinostart der sequel, hab ich mir mal wieder das wunderbare original von tron einverleibt.
der film ist 1982 im kino gefloppt. ich bin mir nicht sicher, woran das genau gelegen hat. daran, dass er seiner zeit in stil und thematik so weit voraus war, oder daran, dass computer-geeks damals eine noch wirklich außenstehende randgruppe waren (im gegensatz zu heute, wo film, musik und sogar mode aus der geek-kultur schöpfen).
jedenfalls war tron einer der zahlreichen filme, mit denen ich aufgewachsen bin.
die machart ist bis heute unfassbar beeindruckend. und wendy carlos’ musik auch. das ist mir als kind allerdings alles nicht bewusst gewesen. Auch dass der hauptdarsteller der post-pubertierende dude ist, war mir als kind noch nicht klar. und warum das bit immer nur ja und nein sagt, hab ich weder kapiert, noch hinterfragt.
genau wie die metaphorik der programme, die an ihre user glauben und daher ob ihrer religiösen spinnerei vom faschistischen master control programm inhaftiert, gefoltert und gelöscht werden.
als ich mir den film jetzt, korrumpiert vom filmwissenschaftlichen analysezwang, wieder zu gemüte geführt habe, hat sich dementsprechend meine infantile begeisterung noch potenziert.
nachdem der mensch gottes tod verlautbart hat, sucht er nun nach der ihm fehlenden spiritualität in der von ihm erschaffenen welt, der virtuellen nämlich. Der user als gott…
aber genug davon, liegt eh alles auf der hand. nur, vielleicht kann ich damit manch einen, der diesen film noch nicht gesehen hat, davon überzeugen sich diesen meilenstein der science fiction filmgeschichte mal anzusehn.
allein schon um bewerten zu könnne, wie sich die sequel so im vergleich mit dem original schlägt.
p.s.: man kann den erfolg bei frauen dieses mannes so viel in frage stellen wie man will, aber so ein tron-kostüm hätt ich trotzde gern!

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