am anfang konnte ich mir unter dem kojnzept "bobo" nichts konkretes vorstellen. dann konnte ich nicht recht verstehen, warum alle was gegen bobos hatten. dann habe ich selbst begonnen, bobos nicht zu mögen. bis daraus schließlich regelrechte verachtung wurde.
dann habe ich mich ängstlich gefragt, ob ich vielleicht selbst ein bobo bin. ein bisschen zumindest. und wenn man die definition von bobo hernimmt - bourgeois-bohemien - dann kann ich, wenn ich ehrlich bin, nicht umhin mir meine boboität einzugestehen. ja, ich komme aus der bürgerlichen mittelschicht. und ja, ich wäre gerne bohemien. warum sich dafür schämen. von jeher wollten gebildete mittelschicht-bürger so leben wie die boheme.
in wirklichkeit sind wir doch alle bobo. wir lesen, reisen, versuchen gender-politisch-ökologisch korrekt zu leben und schütteln unsere bobo-köpfe über die ignoranten massen.
ok, so i'm bobo. und bin trotzdem genervt. aber das gehört ja dazu, zum bobo-konzept. nämlich dass man von bobos genervt ist.
was für ein wasserdichtes konzept.
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