nachdem ich die letzten paar male immer wieder zu spät zu konzerten gekommen bin, was zum effekt hatte, dass ich irgendwo hinten stehen musste, meistens noch eingepfercht zwischen 1,80m hünen, wollte ich gestern ganz ganz sicher gehen und war schon eine halbe stunde vor der zeit da, die auf der karte stand.
ich stand also um halb acht vorm flex, im regen, alleine. die pforten hatten sich noch nicht geöffnet. schmecks also. wiedermal.
nach einiger zeit versammelte sich ein größeres grüppchen nasser menschen vor der tür und musste missmutig mitansehen , wie jemand eingelassen wurde, nur weil er ein vermeintlich bekannter filmdarsteller des deutschsprachigen raumes ist, während wir anderen weiter im regen des glockenschlags zu acht uhr harren mussten.
schon an diesem punkt war mir klar, dass mir ein abend voller das-flex-ist-nicht-mehr-was-es-einmal-war-gefühle bevorstand.
ein meinen ersten ein, zwei jahren in wien war das flex das nachtlokal meines vertrauens. ich verbrachte jede woche 2, 3 nächte dort. in den letzten jahren hat sich mein fortgeh-verhalten allerdings verändert und so war mein gestriger besuch der erste nach einem ca. 2-jährigen hiatus.
allein die gerüchte darüber, was sich alles verändert hat, vom klo bis zum publikum, hatten meine skepsis bereits im vorfeld aufs schärfste angespitzt.
das stehen im regen stimmte mich auch nicht wohlwollend.
aber an diesem punkt konnte es nur noch besser werden. und das wurde es.
ich traf einen netten bekannten, der mir beim verdauen der veränder ungen im flex (ich bin ja bekanntlich kein großer fan innenarchitektonischer veränderungen )
wie ein wirkungsstarkes digestivum. so steckte ich das neue hochglanz flex cafe, die neuen unbequemen barhocker und sogar die led-orgie im inneren des flex ziemlich tapfer weg.
und als die wundervollen burschen von garish dann endlich auf der bühne waren und lieder von ihrem neuen album spielten, war die welt wieder in ordnung.
und da ich ab dem zweiten song bemerkte, dass ich unglaublich dringend aufs klo muss, ich aber einen super guten platz in der ersten reihe hatte, den ich nicht aufgeben wollte, war dieses konzert zum ersten mal für meinen geschmack lange genug. jedes stück war großartig und die zugaben ein traum. es gibt bands, die muss man live sehen. garish ist so eine.
nach dem konzert wollte ich noch ein bisschen tanzen. mr. flex war auch wieder da und nach all den jahren, die ich nicht im flex war und darüber nachgedacht hatte, was dieser mr. flex so für ein typ ist, wollte ich gestern endlich mal die gelegenheit beim schopf packen und mit ihm seine choreographie tanzen! ich hab mich vor ihn hingestellt und alle seine bewegungen mitgetanzt und was ist dabei rausgekommen? der will garnicht, dass man mitmacht. er ist üüberhauptnicht drauf eingestiegen. ich dachte immer, er will uns seinen tanz beibringen. nö. will er nicht.
war trotzdem ein guter abend. danke garish. und kein danke an mr. flex.
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oh common!! man kann nicht den text mit kleinen seitenhieben bestücken, ohne kleine hinweise zu geben. zB der prominente am anfang: wer wer wer? und wie genau sieht der tanz von mr. flex aus? wie hat er denn reagiert?
AntwortenLöschenach. und garish sind wirklich wundervoll, das neue album kann man einfach nur lieben. <3
(wobei ich nie allein auf ein konzert gehen würde. respekt.)