nach so langer langer zeit war ich endlich mal wieder unterwegs.
nach all den jahren humanistischer ausbildung, nach all den theater-grundrissen in schwarz-weiss, nach all den jahren der dunkelgrauen theorie konnte ich nun endlich das land der hellenen besuchen, um es live und in farbe zu erleben.
innerhalb einer woche habe ich soviel gesehen, besichtigt und gelernt, dass der gesamte zeitraum rückblickend wie eine verschwommene achterbahnfahrt wirkt. (zugegeben, der permanente schlafmangel und konsequente verkostungen von griechischen spirituosen haben das ihrige dazu beigetragen...)
deswegen habe ich mir folgende gedanken gemacht:
die raumzeit verhält sich nicht nur wie eine fläche, in der durch masse gravitationsdellen entstehen, raumzeit ist ausserdem eine wippe.
je mehr raum, desto weniger zeit. wenn ich also herumreise, verfliegt die zeit in stark erhöhtem tempo.
wenn ich allerdings, umgekehrt, den ganzen tag im büro sitze, also nur wenig raum gegeben ist, verhält sich die zeit eher wie hubba bubba.
noch etwas anderes ist mir klar geworden - gruppenreisen sind wie oliven. am anfang steht man der sache eher skeptisch und etwas angeekelt gegenüber. aber man muss eben mal eine große portion davon zu sich nehmen, dann kommt man auf den geschmack und dann will man zu allem oliven essen.
und die oliven in griechenland waren ganz besonders lecker.
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