vielleicht erinnert sich noch jemand an meinen eintrag vom 8. april. diese last-second-aktion hat dazu geführt, dass ich diesen sommer ein fantastisches praktikum in meinem traumjob machen kann. das ist auch der grund, weshalb ich meinen blog so sträflich vernachlässigt habe.
aber egal. (siehe regel 1)
im zuge dieses praktikums habe ich letztes wochenende der österreichische warhammer 40k meisterschaft beigewohnt.
davor wusste ich über warhammer, dass es ein spiel ist, das lange dauern kann, wo man mit selbstgestalteten figuren agiert.
nach diesem wochenende weiß ich...
um einiges mehr.
noch beeindruckender als das spiel selbst (ich hab doch tatsächlich lust darauf gekriegt), war die rührende leidenschaft der spieler. es ist kaum fassbar, wieviel zeit, geld und aufwand sie investieren. allein, sich das regelwerk einzuverleiben kommt einem studienabschluss in wirtschaftsrecht gleich.
und obwohl das spiel sich, wie es der name vermuten lässt, um krieg dreht, verhalten sich die spieler selbst noch wenn es um den ersten platz geht, ausnahmslos gelassen und fair.
als einziges mädchen unter 50 männern haftete mir allerdings ein gewisser paradiesvogel-status an. ich bin mir nicht sicher, ob andernfalls alle genauso wahnsinnig nett gewesen wären.
wahrscheinlich aber schon (weil geeks die netteren menschen sind, aber das ist eine andere geschichte).
ich ertrage den gedanken nicht, dass einige leute dieses hobby so herablassend belächeln oder als kinderei abtun. woher kommt dieses ungleich verteilte ansehen diverser hobbies?
schifahren beispielsweise: man zahlt viel geld dafür, dass man maschinell einen berg hochgezogen wird, um auf haftungs-minimierten flächen wieder runter zu rutschen.
oder fussball: 22 männer versuchen eine elastische kugel an einen verabmachten ort zu befördern, ohne ihn mit den händen zu berühren.
überspitzt? mag sein.
da steckt viel mehr dahinter und das ist alles aus dem kontext gerissen? stimmt.
und dasselbe gilt für: "die typen spielen mit plastikfiguren krieg."
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